Projekte

Projekt 2008/2010 - Soroptimists go for water

Wir unterstützen das Projekt des Soroptimist Club Bangalore in einem Tribal Dorf in Südindien:
Errichten von Wasseranschluss und Toiletten im Lambani Village


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Projektpartner SI Club Bangalore
Der Club wurde 2003 gegründet
22 Mitglieder:
2 Paediaterinnen
1 Gynäkologin
1 Ophthalmologin
3 Allgemeine Medizin
1 Zahnärztin
1 Anwältin
1 Bankfachfrau
Mehrere IT
Lektorinnen an Unis / Colleges

Bisherige Projekte des Clubs:

Gesundheit:
Impfen von Kindern in armen Schulen und Slums
Allg. Check-ups, Augen-, Zahnkontrollen
Gratis Staroperationen, regelmässig gratis ophthalmologische Konsultationen in Heim der „Spastic Society of India“
Krebs-Erkennungs Camps, Aufklärung über häufige Krebsarten bei Frauen und Selbstdiagnose

Erziehung:
Schulmaterial und Schuluniformen für diverse Schulen
Monatliche Spende für mid-day meal in St. Joseph School
Computer, Labormaterial
„Vocational Training“ für Schul-“dropouts

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Das Lambani Tribe Projekt:


SI-Bangalore besucht das Dorf der Lambani regelmässig seit 3 Jahren:
Zuerst von einer Künstlerin des Clubs entdeckt,bringt Kindern Papier und Farbstifte,später auch Besuche von anderen Mitgliedern
Typhusimpfung aller Kinder
Checkup für alle Bewohner
Instruktion über Hygiene und Gesundheit
Information über Mikrofinanzen und Geldmanagement
Kultivation von Medizinalpflanzen und Gebrauch von Hausmitteln
Im ganzen Dorf gibt es keine einzige Toilette!

Bedeutung von Toiletten:
Weltweit ca 2.6 Mia Menschen ohne Toiletten, ca 10 Mia $ würden Ausreichen um alle Haushalte zu sanieren...

Situation in Indien: In Indien nur 33% der Bevölkerung Zugang zu einer Toilette Staatliche Programme zum Bau von WCs (Total Sanitation Campaign, TSC), bisher ca 4 Mio von den 135 Mio nötigen Anlagen gebaut

Jährlich sterben ca 500 000 Menschen wegen Durchfall

Ca 70% der Frauen und Kinder sind anämisch (Mangelernährung und Hakenwurmerkrankung)

Frauen und Mädchen können nur nachts Notdurft verrichten, weit weg vom Haus und sind sexuellen Uebergriffen ausgesetzt

Mädchen dürfen nicht zur Schule, wenn es dort keine Toiletten gibt

Verbesserung durch den Bau von Toiletten:
Verhindern lebensbedrohliche Krankheiten: va Durchfall- und Anämie (Hakenwürmer), va bei Kindern

Zeit, die in Pflege von kranken Familienmitglieder investiert wird, kann zB für Erwerbsarbeit gebracht werden

Weniger Kosten für Medikamente und ärztliche Behandlung, mehr Geld für ausreichende Ernährung

Bessere Gesundheit, weniger Anämie: Verbesserte Arbeits- und Lernfähigkeit von Erwachsenen und Kindern

Mädchen und Frauen können auch Tags auf die Toilette, keine Angst vor sexuellen Uebergriffen, verbesserter Schulbesuch

Demographie des Lambani Dorfes:
56 Haushalte
261 Bewohner, davon 124 Frauen und Mädchen
1 Kleine staatliche Primarschule: 1.- 5. Klasse 2 Zimmer, eines wird als Küche für Mittagsmahl benutzt
22 Schüler, 2 Lehrkräfte
1 Nursery School: 15 Kinder
Höhere Klassen oder Höhere Ausbildung nur in Kanarapura, zu Fuss und anschliessend Bus
High School: 20 Schüler
Preuniversity College: 8 Schüler

Was sind „Tribal“?
Tribal oder Adivasis sind die Ureinwohner Indiens.
Meist zuunterst in der sozialen Ordnung, mit den Unberührbaren zusammen gehören sie zu den sog. SC/ST, ca 25% der Bevölkerung.
Leben meist im hügeligen Waldgebiet, oft Wald abgeholzt oder traditioneller Lebensraum von aussen weggenommen
Oft eigene Sprache, Religion.
Gegenwärtig alles im Umbruch! Da SC/ST Klassierung auch Vorteile bringt, bekennen sich auch andere als „Tribal“.

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Vorgehen der Bangalore Soroptimistinnen


Zum Gelingen ist die Aufklärung und Mitwirkung der Frauen und Kinder wesentlich!
Seit 3 Jahren besuchen die Frauen das Dorf regelmässig, klären auf etc.

Bautyp der WCs muss lokale kulturelle Gegebenheiten berücksichtigen: Kastenwesen!
Die Bewohner möchten freistehende Toiletten. Geplant sind selbstreinigende 3-Kammer Systeme, die Fäkalien werden biologisch abgebaut in mit Kies und Sand gefüllten 3 Kammern filtriert, Stickstoff angereichertes Wasser, das zur Düngung gebraucht werden kann, fliesst aus. Minimaler Unterhalt alle 3-5 Jahre.

Die Dorfbewohner werden zur Mitarbeit herbeigezogen, sie verrichten grossen Teil der Arbeit, bringen Sand und Steine aus dem naheliegenden Fluss.

Intensive Kontakte mit lokalen Behörden:
Bis jetzt muss das Wasser ca 500m herbeigetragen werden,in der Trockenzeiten sind die Brunnen manchmal leer.

Ziel: Bau eines Wassersilos, das vom naheliegenden kleinen See gespeist werden könnte und eine direkte Leitung ins Dorf.

Kosten:
Der Bau einer Toilette kostet ca 400sFr, je nach Betonpreis Um die sanitäre Grundversorgung des ganzen Dorfes zu errichten kostet dies ca 30 000 sFr.

Informationen zum Projekt zusammengestellt von unserer "Frau vor Ort" Dr. med. Anne-Marie Schweingruber-Geelhaar, im Moment in Bangalore, Indien.